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Geld Macht Sinnlich

WAZ Archiv

Chor mit Ironie

19.06.1999 / LOKALAUSGABE / DUISBURG

Chor mit Ironie
Stattchor
in der Alten Schmiede

Mit den überwiegend leisen Tönen seines Programms Geld macht sinnlich regte der Stattchor in der Wehofener Alten Schmiede zum nachdenklichen Schmunzeln an. Als High-Society-Gruppe im Glamour-Outfit präsentierten sich die Sängerinnen und Sänger. Kritik an der Geldgeilheit übt der Chor mit den Mitteln der Ironie und des Zynismus. Mit jeder Bombe, die vom Himmel fällt, steigt meine Chance, wächst mein Geld, stellt der Waffenfabrik-Investor fest und erntet das anerkennende Lächeln der übrigen Partygäste. Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht, ruft einer und gemeinsam wird der a capella-Song der Prinzen "Ich wär' so gerne Millionär" angestimmt. Mit einer musikalischen Bandbreite von Chansons über Schlager bis zu Popsongs überzeugten die Amateure, die Gesang und Schauspiel verbinden. Die musikalischen und szenischen Inhalte lassen Platz für eigene Interpretationen, die politische Meinung wird deutlich, jedoch nicht aufdringlich verbreitet. Eingestreute Liebeslieder wie "Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt" und der Wechsel zwischen Chor- und Sologesang sorgen für Abwechslung und eine geschmackvolle Gestaltung.

Nele

 
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